Die Gefährdungsbeurteilung - Informationen

In den letzten Jahren ist das Thema Gefährdungsbeurteilung in den Fokus der Sicherheitsfachleute gerückt. Die Notwendigkeit, potenzielle Bedrohungen zu erkennen und zu bewerten, um die Risiken für die Gesellschaft zu minimieren, ist offensichtlich. Allerdings ist die Gefährdungsbeurteilung keine exakte Wissenschaft, sondern vielmehr ein Prozess, der auf Erfahrung und Intuition basiert. Im Folgenden werden wir die Grundlagen der Gefährdungsbeurteilung aufschlüsseln und einige der Methoden erörtern, die Sicherheitsfachleute verwenden, um potenzielle Bedrohungen zu erkennen und zu bewerten.

Was ist eine Gefährdungsbeurteilung?

Viele Arbeitgeber sind verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung für ihren Betrieb durchzuführen. Dabei handelt es sich um ein Instrument der Arbeitssicherheit, mit dem mögliche Gefahren ermittelt und bewertet werden sollen. Ziel der Gefährdungsbeurteilung ist es, potentielle Risiken zu identifizieren und Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu gewährleisten. Die Gefährdungsbeurteilung ist somit ein wesentlicher Bestandteil des betrieblichen Arbeitsschutzmanagements.

Warum ist eine Gefährdungsbeurteilung wichtig?

Ohne Gefährdungsbeurteilung kann es zu schweren oder sogar tödlichen Unfällen kommen. Denn wenn die Beurteilung nicht vorgenommen wird, weiß man nicht, welche Risiken im Arbeitsumfeld lauern und welche Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen. Die Gefährdungsbeurteilung ist also ein unverzichtbarer Bestandteil der Arbeitssicherheit.

Wie führe ich eine Gefährdungsbeurteilung durch?

Es gibt kein einziges richtiges Vorgehen, um eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Die beste Methode hängt von den Umständen ab, unter denen die Beurteilung durchgeführt wird. In allen Fällen sollten Sie jedoch einige grundlegende Schritte befolgen, um sicherzustellen, dass alle relevanten Faktoren berücksichtigt werden. Zunächst sollten Sie einen Überblick über die Tätigkeiten und Arbeitsbereiche in Ihrer Organisation erstellen. Dies kann mithilfe einer Tätigkeits- oder Arbeitsbereichsanalyse erfolgen. Dabei wird untersucht, welche Tätigkeiten in welchen Bereichen stattfinden und welche potentiellen Gefahren damit verbunden sind. Anschließend sollten Sie sich mit den jeweiligen Abteilungsleitern und anderen Experten beraten, um die Risiken genauer zu identifizieren und einzuschätzen. Dazu gehört auch die Ermittlung von Schutzmaßnahmen, die bereits getroffen wurden oder getroffen werden könnten, um die Risiken zu minimieren. Abschließend sollten Sie alle ermittelten Daten auswerten und entscheiden, welche Maßnahmen getroffen werden sollten, um die Risiken zu minimieren oder zu beseitigen.

Gefährdungsbeurteilung gemäß §5 ArbSchG

In einer Gefährdungsbeurteilung nach §5 ArbSchG wird festgelegt, welche notwendigen Maßnahmen zu treffen sind, um die Anforderungen des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) zu erfüllen. Hierbei werden diverse Faktoren im Betrieb ins Augenmerk gelegt und bewertet. Die Bewertung umfasst viele Aspekte, wie die Einrichtung des Arbeitsplatzes an sich, bis hin zum Grad der physischen Belastung am Arbeitsplatz. Ein Arbeitgeber ist der Pflicht unterstellt, die gesamte Beurteilung zu dokumentieren.

Gefährdungsbeurteilung gemäß §3 BetrSichV und TRBS 1111

Die Gefährdungsbeurteilung nach § 3 der Betriebssicherheitsverordnung und TRBS 1111 legt die Prüfintervalle für die nach DGUV Vorschrift 3 + 4 zu prüfenden elektrischen Arbeitsmittel fest. Mindestens jede Arbeitsmittel-Gruppe unterliegt der Pflicht der sicherheitstechnischen Bewertung gemäß TRBS 1111 und DGUV Vorschrift 3 + 4 sowie der BetrSichV. Notwendige Maßnahmen zur Erfüllung der Betriebssicherheit sind aus der Gefährdungs-Beurteilung gemäß § 3 abzuleiten und entsprechend umzusetzen. Dabei wird die Fehlerstatistik der jeweiligen letzten Prüfung als beeinflussender Faktor zur Bewertung herangezogen. Die Erstellung der Beurteilung übernehmen wir für Sie verantwortungsvoll und zielsicher. Im Gegensatz zu einer Gefährdungsanalyse nach §5, ist für die Erstellung der Beurteilung nach §3 nicht der Arbeitgeber, sondern der Betreiber verantwortlich.